Die Hallignatur
 

VÖGEL AM SPÜLSAUM [Fugels bai di Teekwaol]

Die Limikolen, auch Watvögel genannt, leben fast durchweg an Gewässern und finden dort auch ihre Nahrung. Sie sind an fast allen Küsten der Welt anzutreffen.

Alle folgenden Kurzcharakterisierungen erheben keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen nur einen ersten Überblick geben.

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ALPENSTRANDLÄUFER

Der Alpenstrandläufer (Calidris alpina) wird mit ungefähr 19 Zentimeter so großwie ein Star. Er hat ein Spannweite von ca. 34 Zentimetern. Der Schnabel ist schwarz und leicht gebogen. Das Rückengefieder ist bräunlich. Im Schlichtkleid ist der Bauch weiß, im Brutkleid ist die Oberseite rötlich braun und der Bauch hat einen schwarzen Fleck.

Der Alpenstrandläufer brütet in der arktischen Tundra, nicht in den Alpen. Der Name ist ein Übersetzungsfehler. Alpina bedeutet eigentlich Berg-, nicht Alpen-.

Die Alpenstrandläufer überwintern im Südwesteuropa bis Westafrika. Auf dem Weg vom und ins Brutgebiet erscheint der Alpenstrandläufer im April-Mai und August-September mit sehr vielen Artgenossen in bisweilen riesigen Gruppen im nordfriesischen Wattenmeer. Der Alpenstrandläufer ernährt sich von Insekten und Larven, während der Zugzeit auch von Schnecken, Würmer und Krebstieren.

GALERIE DER ALPENSTRANDLÄUFER

Teil eins:

Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer

Teil zwo:

Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer

AUSTERNFISCHER

Der Austernfischer (Haematopus ostralegus) wird ungefähr 40-45 Zentimeter groß. Im Brutkleid sind die Oberseite, die Brust und das Schwanzende schwarz, der Rest weiß. Im Ruhekleid ist das Schwarz dumpfer, an den Halsseiten sieht man ein weißes Kehlband. Beine, Füße und Augen des ausgewachsenen Vogels sind rot. Die Jungvögel sehen aus wie Altvögel im Ruhekleid, haben aber mattgraue Beine.

Die Rufe der Austernfischer sind sehr charakteristisch. Treffen sich Vögel an den Grenzen der Brutreviere, wird das Rufen zu schrillem Trillern. Dabei laufen die Vögel mit gesenktem Kopf schnell nebeneinander her. Diese Trillerzeremonie soll Konflikte klären.

Die Austernfischer sind Zugvögel. Man trifft im nordfriesischen Wattenmeer ganzjährig Austernfischer an. Die Tiere, die man im Sommer sieht, sind jedoch andere als die, die im Winter beobachtet werden können. Im Sommer trifft man auf die einheimische Brutpopulation, die in Gebieten überwintern, die zwischen den Brutareal und der iberischen Halbinsel liegen. Im Winter begegnet man denjenigen Austernfischern, deren Brutgebiet in Norwegen, im Baltikum oder in Russland liegt.

Im nordfriesischen Wattenmeer ernähren sich die Austernfischer von Muscheln, Würmern und Krebsen. Der Austernfischer findet seine Nahrung bei Licht visuell. Tiefer im Schlick steckende Muscheln, Herzmuscheln zum Beispiel, findet er durch geringe Änderungen in Struktur und Farbe des Bodens.

Es gibt zwei Methoden für den Austernfischer, an das Fleisch einer Muschel zu gelangen: Entweder hämmert er ein Loch in die Schale und durchtrennt damit den Schließmuskel der Muschel. Oder er schiebt den Schnabel zwischen die Schalenhälften und durchtrennt dann den Schließmuskel der Muschel. Beide Techniken werden von den Eltern erlernt und erfordern Übung. Gerade bei jungen Tieren kommt es vor, dass sie mit festsitzender Muschel am Schnabel verzweifelt nach einer Möglichkeit, die Muschel loszuwerden suchen. Die Schnabelform der Austernfischer passt sich der bevorzugten Technik an, und wird entweder stumpf wie ein Hammer oder spitz, wenn das Tier die andere Methode bevorzugt.

GALERIE DER AUSTERNFISCHER

Teil eins:

Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer

Teil zwo:

Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer

Teil drei:

Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer

Teil vier, im Flug:

Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer

Teil fünf, Nahrungssuche:

Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer

Teil sechs, Trillerzeremonie:

Austernfischer
Austernfischer
Austernfischer

GOLDREGENPFEIFER

Der Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) ist zwischen 26 und 29 Zentimeter lang. Der Vogel wiegt um die 180 Gramm, seine Spannweite beträgt zwischen 68 und 76 Zentimeter. Manche sagen, der Goldregenpfeifer wirke eher plump. Er hat einen runden Kopf, die Oberseite ist graubraun gesprenkelt.

Im Prachtkleid hat das Männchen einen schwarzen Bauch, eingerahmt mit einem weißen Streifen. Es sieht aus, als trüge er einen Mantel mit weißen Kragen über einem schwarzen Anzug. Das Weibchen ist ähnlich gefärbt, aber weniger deutlich. Goldregenpfeifer fressen Insekten, Würmer und Schnecken.

Goldregenpfeifer brüten in Schottland, Norwegen und Schweden, im nordfriesischen Wattenmeer sind sie eigentlich Durchzügler von August bis November und März bis April. Eine sehr kleine Restpopulation brütet in Norddeutschland.

GALERIE DER GOLDREGENPFEIFER
Goldregenpfeifer
Goldregenpfeifer
Goldregenpfeifer
Goldregenpfeifer

GROSSER BRACHVOGEL

Der große Brachvogel (Numenius arquata) ist ungefähr einen halben Meter lang und wiegt 600 bis 1000 Gramm. Er ist der größte Watvogel. Typisch ist der lange, nach unten gekrümmte Schnabel. Die Weibchen sind größer als die Männchen und ihr Schnabel ist länger und stärker gekrümmt. Farblich sind beide Geschlechter gleich unscheinbar. Das Gefieder ist beigebraun oder graubraun, gebändert oder gestreift.

Mit ihrem langen Schnabel stochern sie im Schlick nach Nahrung. große Brachvögel fressen Würmer, Insekten und Schnecken.

Der große Brachvogel kommt im nordfriesischen Wattenmeer das ganze Jahr über vor, allerdings mit einem spätsommerlich-frühherbstlichen Maximum, wenn die Tiere aus Skandinavien und Russland dazukommen.

GALERIE DER GROSSEN BRACHVÖGEL

Teil eins:

Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel

Teil zwo:

Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel
Großer Brachvogel

GRÜNSCHENKEL

Der Grünschenkel (Tringa nebularia) ist mit 35 Zentimeter etwas größer als der Rotschenkel. Er hat eine Spannweite von 70 Zentimetern und wiegt ungefähr 280 Gramm. Der Grünschenkel hat lange graugrüne Beine, sein Schnabel ist lang, kräftig und leicht aufwärts gebogen. Das Obergefieder ist braun-grau gemustert, der Bauch ist weiß.

Auch der Grünschenkel ernährt sich von Würmern, Insekten und deren Larven sowie Krebstieren.

Der Grünschenkel brütet in Skandinavien, im nordfriesischen Wattenmeer ist er von Juli bis September am häufigsten anzutreffen, während er auf dem Zug zu den westeuropäischen Winterquartieren ist.

GALERIE DER GRÜNSCHENKEL
Grünschenkel
Grünschenkel
Grünschenkel

KIEBITZREGENPFEIFER

Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola) sind 26 bis 29 Zentimeter groß, ihr Gewicht beträgt zwischen 170 und 320 Gramm, die Spannweite 56 bis 63 Zentimeter. Im Prachtkleid ist das Gefieder an der Unterseite schwarz und auf der Oberseite schwarz mit weißen Endsäumen. Im Schlichtkleid ist der Vogel oben gemustert bräunlich bis sandfarben, der Bauch ist weiß.

Der Kiebitzregenpfeifer frisst auch Würmer, Krebstiere, Insekten und Schnecken. Sein Brutgebiet ist die offene arktische Tundra.

Ins nordfriesische Wattenmeer kommt er auf dem Zug nach England oder die westeuropäische Atlantikküste im April bis Mai und im August bis September.

GALERIE DER KIEBITZREGENPFEIFER
Kiebitzregenpfeifer
Kiebitzregenpfeifer

KNUTT

Der Knutt (Calidris canutus) ist mit 25 Zentimetern etwa so groß wie eine Amsel. Sein Schnabel ist verhältnismäßig kurz und gerade, er hat für einen Strandläufer recht kurze Beine. Im Ruhekleid ist der Vogel oben aschgrau mit hellen Säumen, unten weißlich. Im Brutkleid sind beide Geschlechter oben schwarz mit rötlichen Federsäumen, Kopf und Unterseite färben sich rostrot.

Der Knutt frisst Muscheln und Wattschnecken. Er verschluckt sie komplett und zerbricht die Schalen in seinem Muskelmagen.

Der Knutt brütet in Grönland, Kanada, Alaska und der sibirischen Tundra. Er ist ein extremer Langstreckenzieher. Knutts fliegen bis zu 5000 Kilometer nonstop. Ihr Überwinterungsgebiet liegt in Südwest-Afrika. Auf seinem Zug macht er im nordfriesischen Wattenmeer Station. Das zahlenmäßige Maximum liegt im April-Mai und im August bis September.

GALERIE DER KNUTTS
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt
Knutt

LÖFFLER

Der Löffler (Platalea leucorodia) ist ein recht großer, weißer Vogel, wird mit 80 Zentimetern ungefähr so groß wie ein Graureiher. Am Hinterkopf trägt der Löffler einen Schopf aus langen Federn. Ist er erregt, spreizt er diese Federn zu einer Fächerkrone. Er ernährt sich von Fischen, Fröschen und anderem kleinen Wassergetier.

Im Wattenmeer seiht er mit pendelnden Kopfbewegungen das flache Wasser. Größere Brutgebiete befinden sich in Holland und auf dem Balkan.

Im nordfriesischen Wattenmeer gibt es bei Hallig Oland eine Brutkolonie mit knapp 30 Tieren. Über den Winter zieht der Löffler an die südliche Mittelmeerküste.

ROTSCHENKEL

Der Rotschenkel (Tringa totanus) ist etwas kleiner als sein Verwandter, der Grünschenkel. Der Rotschenkel wird bis 30 Zentimeter groß, hat eine Spannweite von 65 Zentimetern und wiegt um bis 170 Gramm. Er hat einen mittellangen Schnabel, der an der Basis orangerot und an der Spitze schwarz ist. Auch die langen Beine sind orangerot, daher der Name. Die Oberseite des Rotschenkels ist braun, schwarz und grau gefleckt, die Unterseite weiß-braun gemustert. Männchen und Weibchen sehen gleich aus.

Der Rotschenkel stochert im Wasser nach seiner Nahrung in Form von Krebstieren, Würmern, Schnecken und kleinen Muscheln. Im nordfriesischen Wattenmeer ist der Rotschenkel das ganze Jahr zu Hause mit zahlenmäßigem Maximum im Juli bis September.

GALERIE DER ROTSCHENKEL

Teil eins:

Rotschenkel
Rotschenkel
Rotschenkel
Rotschenkel
Rotschenkel
Rotschenkel
Rotschenkel

Teil zwo

Rotschenkel
Rotschenkel
Rotschenkel

SÄBELSCHNÄBLER

Der Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) ist mit seinem schwarzweißen Gefieder einer der auffallendesten Limikolen. Der ausgewachsene Vogel wird bis zu 45 Zentimeter groß, bis 400 Gramm schwer und hat eine Spannweite bis 80 Zentimetern. Die streng schwarz-weiße Gefiederfärbung und der nach oben gebogene schwarze Schnabel machen Säbelschnäbler unverwechselbar.

Der Säbelschnäbler ernährt sich von Wirbellosen, die er mit mähenden Seitwärtsbewegungen in Flachwasser und Sediment ertastet.

Die Mehrheit der Säbelschnäbler im nordfriesischen Wattenmeer sind Zugvögel, sie verbringen den Winter zum Beispiel an der südlichen Mittelmeerküste.

GALERIE DER SÄBELSCHNÄBLER
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler

SANDREGENPFEIFER

Der Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula) ist ein robuster kleiner Watvogel mit einer Größe von 18 bis 20 Zentimetern, einer Spannweite von 48 bis 57 Zentimetern und einem Gewicht zwischen 42 und 75 Gramm. Der Rücken ist graubraun, die Unterseite weiß. Der Sandregenpfeifer besitzt ein schwarzes Halsband und eine schwarz-weiße Zeichnung am vorderen Teil des Kopfes.

Der Sandregenpfeifer frisst Würmer, Schnecken, Krebse, Insekten und anderes Kleingetier. Wie die meisten Regenpfeifer wechselt er bei der Nahrungsaufnahme rhythmisch zwischen schnellem Laufen, abruptem Abstoppen und Picken.

Im nordfriesischen Wattenmeer ist der Sandregenpfeifer Brutvogel mit einem zahlenmäßigen Maximum im April-Mai und August-September, wenn auch die Tiere durchziehen, die in Skandinavien brüten. Im Winter zieht es den Sandregenfeifer auf die iberische Halbinsel oder nach Nordafrika.

GALERIE DER SANDREGENPFEIFER
Sandregenpfeifer
Sandregenpfeifer
Sandregenpfeifer
Sandregenpfeifer
Sandregenpfeifer
Sandregenpfeifer
Sandregenpfeifer
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STEINWÄLZER

Der Steinwälzer (Arenaria interpres) wird ungefähr 23 Zentimeter groß. Er hat eine Spannweite von bis zu 50 Zentimeter und wiegt zwischen 80 und 150 Gramm. Im Sommer sind das Rückengefieder kastanienbraun, die Brust schwarz und die Unterseite weiß. Der Steinwälzer im Prachtkleid hat eine deutlich schwarz-weiße Gesichtszeichnung. Im Schlichtkleid ist der Vogel dunkel graubraun, die Gesichtszeichnung verliert an Kontrast.

Er sucht seine Nahrung aus Wirbellosen bevorzugt, indem er kleine Steine umdreht, daher sein Name.

Der Steinwälzer ist Durchzügler im nordfriesischen Wattenmeer. Er brütet in der arktischen Tundra und überwintert von Holland bis Mauretanien.

GALERIE DER STEINWÄLZER

Teil eins:

Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer

Teil zwo:

Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer
Steinwälzer