Die Hallignatur
 

MÖWE & SEESCHWALBE [Mööf än Baker]

Hier geht es um die Möwen, die Seeschwalben und als Gastvogel den Kormoran. Alles Vögel, die von der Jagd bevorzugt auf Fisch leben. Ihnen bei der Jagd zuzuschauen, ist ein Erlebnis.

Gerade die Möwen sind für den Küstenfreund eine Art Signalvogel – wo Möwen schreien, ist die Küste nah.

Trotz der Tatsache, dass Möwen heutzutage nicht mehr auf die Küsten beschränkt sind, sondern auch im Binnenland oft anzutreffen sind. Auch hier gilt: Die Beschreibungen sind von Vollständigkeit weit entfernt. Sie sollen lediglich einen ersten Eindruck vermitteln.

MÖWEN

Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.

Ich schieße keine Möwe tot,
ich laß sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
Christian Morgenstern (1871-1914)

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HERINGSMÖWE

Die Heringsmöwe (Larus fuscus) ist mit 52-67 Zentimetern Größe, einer Spannweite von 135 bis 150 Zentimetern und einem Gewicht von 550 bis 1000 Gramm so groß wie die Silbermöwe.

Anders als die Silbermöwe hat die Heringsmöwe aber einen dunklen Rücken wie die Mantelmöwe. Die westliche Unterart gaellsii hat einen schiefergrauen Rücken, bei der östlichen Unterart fuscus ist der Rücken schwarz. Es gibt zudem Übergangsformen.

Die Beine sind gelb oder orangegelb, der verhältnismäßig kleine Schnabel ist gelb mit einem roten Fleck am Unterschnabel.

Die Heringsmöwe frisst Fische, Mollusken, andere Kleintiere, aber auch Aas, Abfälle, gelegentlich Algen.

Heringsmöwen brüten von der französischen Atlantikküste bis nach Nordnorwegen. Die skandinavischen Populationen beziehen im Winter Quartiere weiter im Süden, Heringsmöwen ziehen bis an die Südküsten des Mittelmeers.

Die Heringsmöwen des nordfriesischen Wattenmeers sind zum Teil Standvögel, zum Teil Zugvögel. Der Anteil der Tiere, die an der Nordsee überwintern nimmt zu, auch die Zahl der brütenden Heringsmöwen im nordfriesischen Wattenmeer steigt an.

GALERIE DER HERINGSMÖWEN
Heringsmöwe
Heringsmöwe
Heringsmöwe
Heringsmöwe

LACHMÖWE

Die Lachmöwe (Larus ridibundus) ist die kleinste in Mitteleuropa brütende Möwe.
Sie ist 35-40 Zentimeter groß, hat eine Spannweite von 95 bis 105 Zentimetern und wiegt zwischen 225 und 400 Gramm.

Im Prachtkleid ist der Kopf schokoladenbraun. Rücken, Flügeloberseiten der Arm- und Handschwingen sind hellgrau, sonst ist das Tier weiß.

Im Schlichtkleid ist nur der Augen- und Ohrbereich leicht dunkel gefärbt. Schnabel und Beine sind dunkelrot, im Schlichtkleid hat der Schnabel eine schwärzliche Spitze.

Die Lachmöwe hat ein sehr breites Nahrungsspektrum tierischer und pflanzlicher kost. Sie beherscht die Nahrungsaufnahme im niedrigen Suchflug über Wasser oder Boden und den Sturzflug ins Wasser.

Lachmöwen bewohnen vor allem Verlandungszonen sowohl im Binnenland als auch an der Küste. Im Winter ist die Lachmöwe fast überall anzutreffen. Von Wiesen und Äckern über Müllkippen und Kläranlagen bis zu Fußgängerzonen kann man der Möwe begegnen. Im nordfriesischen Wattenmeer ist die Lachmöwe Brutvogel, der im Herbst ins Binnenland zieht.

GALERIE DER LACHMÖWEN

Teil eins:

Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe

Teil zwo:

Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe

Teil drei:

Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe
Lachmöwe

MANTELMÖWE

Die Mantelmöwe (Larus marinus) ist eine sehr große und kräftige Möwe.
Mit 65 bis 78 Zentimetern Größe, 150 bis 170 Zentimetern Spannweite und 1030 bis 2200 Gramm Gewicht ist sie die größte Möwe Europas.

Das Gefieder ist weiß, die Oberseiten der Flügel sind schwarz. Der kräftige Schnabel ist gelb, vorn hat er einen roten Punkt.

Die Mantelmöwe ernährt sich von Fischen, Vögeln und ihren Gelegen, Wirbellosen und Säugetieren bis zur Größe eines Kaninchens.

Die Mantelmöwe brütet von Schottland bis Skandinavien. Im Nordfriesischen Wattenmeer ist sie im Wesentlichen Wintergast oder macht auf dem Zug an die französische und spanische Atlantikküste dort Rast.

GALERIE DER MANTELMÖWEN
Mantelmöwe
Mantelmöwe

SILBERMÖWE

Die Silbermöwe (Larus argentatus) ist 55 bis 67 Zentimeter groß, hat eine Spannweite von 130 bis 160 Zentimeter und ist 750 bis 1250 Gramm schwer.

Das Gefieder der Altvögel ist weiß, die Flügeloberseite hellgrau. Der gelbe Schnabel ist kräftig und hat an der Spitze einen roten Fleck. Auch die Augen sind gelb. Die Beine haben eine rosa Färbung.Die Jungvögel sind erst nach vier Jahren ganz ausgefärbt.

Silbermöwen fressen in erster Linie Fische, außerdem Muscheln, Krebstiere, Vögel und Kleinsäuger. Heutzutage frisst sie auch Abfälle, sie sucht oft gemeinsam mit Lachmöwen auf Müllkippen nach Verwertbarem.

Im nordfriesischen Wattenmeer ist die Silbermöwe wie an den Küsten ganz Nordeuropas Brutvogel.

GALERIE DER SILBERMÖWEN

Teil eins:

Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe

Teil zwo:

Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe

Teil drei:

Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe

Teil vier:

Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe
Silbermöwe

STURMMÖWE

Die Sturmmöwe (Larus canus) ist kleiner als die Silbermöwe und hat weichere Konturen, einen runderen Kopf und einen kleineren Schnabel.

Man sagt, sie sähe freundlicher aus.

Die Sturmmöwe wiegt nur 300 bis 500 Gramm bei einer Größe von 38 bis 44 Zentimetern und einer Spannweite von 106 bis 125 Zentimetern.

Das Gefieder ist weiß, die Flügeloberseite grau. Die Flügelspitzen sind schwarz-weiß. Schnabel und Beine sind grün-gelb gefärbt.

Auch diese Möwe frisst in erster Linie Fische, aber auch Würmer, Insekten, Pflanzenteile und bedauerlicherweise auch Abfall.

Daher ist auch die Sturmmöwe wie Lach- und Silbermöwe auf Müllkippen anzutreffen.

An den Küsten der Nordsee ist sie Brutvogel. Im nordfriesischen Wattenmeer trifft man die meisten Sturmmöwen ungefähr im August.

GALERIE DER STURMMÖWE

Teil eins:

Sturmmöwe
Sturmmöwe
Sturmmöwe
Sturmmöwe
Sturmmöwe

Teil zwo:

Sturmmöwe
Sturmmöwe
Sturmmöwe
Sturmmöwe
Sturmmöwe

BRANDSEESCHWALBE

Die Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensins) ist ungefähr 40 Zentimeter lang, hat eine Spannweite zwischen 100 und 110 Zentimetern und wird zwischen 210 und 275 Gramm schwer. Die Oberseite der Flügel ist hellgrau, die Unterseite und der Hals sind weiß.

Die obere Kopfhälfte und der Schopf im Nacken sind schwarz, der Schnabel ist schwarz mit einer gelben Spitze. Der Schwanz ist kurz und gegabelt. Männchen und Weibchen sehen etwa gleich aus.

Die Brandseeschwalbe erbeutet als Stoßtaucher vor allem kleine Fische. Auch Weichtiere, Würmer und Insekten dienen ihr als Nahrung.

Die Brutgebiete der Brandseeschwalbe liegen unter anderem an den nordeuropäischen Küsten. Die bedeutendsten Brutkolonien der Brandseeschwalbe in der deutschen Bucht befinden sich auf der Insel Trischen und vor allem auf Hallig Norderoog. Im nordfriesischen Wattenmeer verbleibt die Brandseeschwalbe ungefähr von März bis September. Im Winter zieht sie nach Südeuropa bis nach Südafrika.

GALERIE DER BRANDSEESCHWALBEN:
Brandseeschwalbe
Brandseeschwalbe
Brandseeschwalbe
Brandseeschwalbe
Brandseeschwalbe

ROTFÜSSIGE SEESCHWALBE

"Rotfüssige Seeschwalbe" ist der Oberbegriff für die Küstenseeschwalbe und die Fluss-Seeschwalbe. Im Gegensatz zum Beispiel zur Brandseeschwalbe habe beide Arten rote Füße. Beide rotfüßigen Seeschwalbenarten sind - zumal im Fluge und auf Entfernung - sehr schwer auseinanderzuhalten. Zumal wenn sie nicht ausgewachsen sind oder im Schlichtkleid. Und, um das ganze noch mehr zu komplizieren, treten beide Arten auch gerne in gemischten Trupps auf. Also habe wir uns erlaubt, die Bilder in einer Galerie zusammenzufassen.

Fluss-Seeschwalbe

Die Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo) wird 31 bis 39 Zentimeter groß, hat eine Spannweite von 72 bis 95 Zentimetern und ein Gewicht von 97 bis 150 Gramm.

Das Gefieder ist weiß, der Rücken hellgrau, die Kopfplatte ist schwarz.

Der Schnabel ist im Prachtkleid orangerot mit schwarzer Spitze. Das unterscheidet sie von der erwachsenen Küstenseeschwalbe, der sie überaus ähnlich ist. Im Schlichtleid ist die Stirn hell und der Schnabel schwarz.

Die Fluss-Seeschwalbe ernährt sich vor allem von kleinen Fischen, die sie stoßtauchend erbeutet.

Die Fluss-Seeschwalbe ist Brutvogel im nordfriesischen Wattenmeer. Im Winter zieht sie in den Süden und Westen Afrikas.

Küstenseeschwalbe

Die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisea) ist 33-40 Zentimeter groß, hat 66-77 Zentimeter Spannweite und wiegt 80 bis 120 Gramm.

Sie ist damit geringfügig kleiner als die Fluss-Seeschwalbe, der sie ansonsten stark ähnelt.

Der Kopf der Küstenseeschwalbe ist etwas runder, die Flügel sind etwas schlanker, die Schwanzenden etwas länger und die Beine kürzer als bei der Fluss-Seeschwalbe.

Auch die Küstenseeschwalbe hat weißes Gefieder, einen grauen Rücken und eine schwarze Kopfkappe, die weit in den Nacken reicht. Der Schnabel ist rot, aber ohne die schwarze Spitze der Fluss-Seeschwalbe im Prachtkleid.

Küstenseeschwalben sind ebenfalls hervorragende Stoßtaucher, die in klaren küstennahen Gewässern kleine Fische erbeuten. Ihr Lebensraum kann sich mit dem der Fluss-Seeschwalbe überschneiden.

Die Brutgebiete der Küstenseeschwalbe liegen in den arktischen Gebieten und an den Küsten Skandinaviens, Schottlands und Norddeutschlands.

Im nordfriesischen Wattenmeer ist sie im Sommer anzutreffen. Bereits im Spätsommer macht sie sich auf den weiten Weg in ihr Winterquartier in der Antarktis. Damit ist die Küstenseeschwalbe der Zugvogel mit dem längsten Zugweg überhaupt.

GALERIE DER ROTFÜSSIGEN SEESCHWALBEN

Teil eins:

Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe

Teil zwo:

Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe

Teil drei:

Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe

Teil vier:

Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe

Teil fünf:

Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe

Teil sechs:

Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe
Rotfüßige Seeschwalbe

KORMORAN

Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist 80 bis 110 Zentimeter groß, 2000 bis 2500 Gramm schwer und hat eine Spannweite von 130 bis 160 Zentimetern.

Das Gefieder ist schwarz mit grünem oder bronze-metallischen Schimmer.

Im Prachtkleid hat der Kormoran einen weißen Fleck am Schenkelansatz, einen weißlichen Nacken und einen klar abgegrenzten schwarzen Scheitel. Im Schlichtkleid ist die Färbung diffuser. Der Schnabel ist kräftig.

Kormorane fressen Fische, im Schnitt 400 bis 500 Gramm pro Tag, in der Brutzeit bis 700 Gramm. Sie erbeuten ihre Nahrung tauchend.

Da sie keine Bürzeldrüsen zum Einfetten des Gefieders besitzen, wird Kormorangefieder beim Tauchen richtig nass. Deswegen muss der Vogel sich ab und an mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne trocknen.

Kormorane sind an alle europäischen Küsten und Binnengewässer ganzjährig anzutreffen, so auch im nordfriesischen Wattenmeer. Nur die nordskandinavischen Tiere wandern im Winter südwärts.

GALERIE DER KORMORANE

Teil eins:

Kormoran
Kormoran
Kormoran
Kormoran

Teil zwo:

Kormoran
Kormoran
Kormoran
Kormoran