SÖNKE-NISSEN-KOOG
[Sönke-Nissen-Kuuch]
Der Sönke-Nissen-Koog ist der letzte Koog im Gebiet der Gemeinde
Reußenköge, der bewohnt ist. Der Beltringharder Koog ist zwar
neuer, ist aber nach harten Auseinandersetzungen zwischen Küstenschutz
und Naturschutz um ein wesentlich größeres Eindeichungsprojekt,
Teil der „kleinen Lösung“ geworden. Er ist heute Naturschutzgebiet.
Der Sönke-Nissen-Koog entstand am 1875 verstärkten Damm zur
Hamburger Hallig. Er wurde auf Initiative einer Deichbaugenossenschaft lokaler
Landwirte 1924 bis 1926 eingedeicht.
Der Koog ist benannt nach Sönke Nissen (1870-1923). Nissen wanderte
als junger Zimmermann von Nordfriesland nach Deutsch-Südwestafrika aus
und macht dort Karriere als Handwerker und Ingenieur. Nissen war Bauleiter
der Eisenbahnstrecke Lüderitzbucht-Keetmanshop. Beim Bau dieser Bahn
wurde in Lüderitz neue Diamantenvorkommen gefunden. Sönke Nissen
und der Bahnmeister August Strauch sicherten sich die Rechte an den frisch
gefundenen Diamanten und wurde innerhalb kurzer Zeit zu Millionären.
Sönke Nissen kehrte nach Deutschland zurück, reich aber nicht gesund.
Er unterstützte Bedürftige und spendete große Summen für die
Eindeichung des neuen Kooges. Sönke Nissen erlebte den Beginn des Deichbaus
nicht mehr, er starb nach langer Krankheit im Jahre 1923.
Die Familie Nissen erhielt als Entschädigung für den finanziellen
Einsatz sieben Höfe, die alle nach Bahnstationen zwischen Lüderitzbucht
und Keetmanshoop benannt sind. Heute hält die Familie Nissen kein Eigentum mehr
im Koog.
Die Höfe wurden alle nach Entwürfen des Architekten Heinrich Stav gebaut.
Alle haben trotz unterschiedlicher Größe ähnliche Grundrisse,
weiße Wände und grüne Dächer, ganz im Stil der Farmhäuser
in Deutsch-Südwest.
Heute leben auf den gut 11 Quadratkilometern des Kooges 165 Einwohner in 55 Haushalten.
BILDER VOM SÖNKE-NISSEN-KOOG
Teil eins:
Deich zwischen Sönke-Nissen-Koog und Hamburger Hallig
Sönke-Nissen-Koog
Sönke-Nissen-Koog im Hintergrund
Sönke-Nissen-Koog
Teil zwo:
Einfahrt zum Sönke-Nissen-Koog
Bauernhof im Sönke-Nissen-Koog
Sönke-Nissen-Koog
Teil drei:
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