Lüttmoor
 

DIE WARFTEN [de Weerwe]

Lüttmoor hat heute vier Warften. Alle Warften zusammen gelten von Amts wegen als ein Wohnplatz. Er trägt die Nummer 38 und gehört zur Gemeinde Nordstrand.

NEUWARFT UND DER ANLEGER

Neuwarft liegt im Osten der Hallig, sie ist die einzige Warft mit zwei Wohnhäusern. Auf Neuwarft wohnen zwei Familien. Der Halligkrog, die Gatstätte von Lüttmoor, befindet sich ebenfalls auf Neuwarft. Er ist in der Hauptsaison oft Anlaufstelle der vielen Tagesgäste, die über das Watt oder per Schiff auf die Hallig kommen. Auf Neuwarft sind auch vier Ferienwohnungen zu vermieten.

Im Südosten von Lüttmoor befindet sich der Anleger. Von April bis Oktober kommen dann die Ausflugsschiffe. Die Schiffe können Nordstrandischmoor nur bei Flut anlaufen.

AMALIENWARFT UND DER FRIEDHOF

Amalienwarft oder Schulwarft beherbergt die kleine Halligschule, wie alle Zwergschulen eine Grund- und Hauptschule. Aktuell unterrichtet der Lehrer dort drei Schüler. Die Lehrerwohnung befindet sich ebenfalls im Schulgebäude. Das Schulgebäude dient auch als Kirchenraum. Deswegen steht auch ein Glockenstapel auf der Warft. An Weihnachten oder Ostern kommt der Pastor von Nordstrand zum Gottesdienst auf die Hallig.

Nahe der Schulwarft liegt der alte Halligfriedhof. Er wurde von 1881 bis 1926 genutzt. Einzigartig sind die flachen Grabsteine aus Marmor, die nicht aufrecht stehen, um von der Flut nicht ungeworfen zu werden.

HALBERWEGWARFT

Das einzige Haus auf Halberwegwarft ist Eigentum des Landes Schleswig Holstein. Ein Mitarbeiter des Amtes für ländliche Räume wohnt dort, der wie auch sämtliche Halligmänner mit Ausnahme des Lehrers im Küstenschutz tätig ist.

NORDERWARFT UND DER SEGELHAFEN

Auch auf Norderwarft ganz im Westen von Lüttmoor gibt es nur einen Haushalt. Die alte Norderwarft ging 1819 verloren, die Familie siedelte in den Westen von Lüttmoor um. Auf Norderwarft gibt es zwei Ferienwohnungen.

Nahe der Norderwarft liegt der Segelhafen. Er ist ein Ausläufer dews Halligpriels und fällt bei Nidrigwasser trocken.

DER LORENDAMM

Die Lorenbahn ist die Verbindung zum Festland. Sie ist Eigentum der Küstenschützer des Amtes für ländliche Räume. Außerhalb der Arbeitszeiten des Küstenschutzes dürfen die Halligbewohner die Nahn nutzen. Die Lorenbahn wurde als Feldbahnstrecke auf einem Pfahldamm 1934 eröffnet. Festländischer Endpunkt war damals der Cecilienkoog. Nach der Fertigstellung des Beltringharder Koogs wurde der Ausgangspunkt der Bahn auf dem Festland nach Lüttmoorsiel verlegt und um die Hälfte kürzer. Auf Lüttmoor gibt es einen kleinen Lorenbahnhof und eine Zweigstrecke nach Neuwarft. Früher wurden die Loren mit Segeln betrieben, heute nutzt man Dieselmotoren.