Langeneß
 

LANGENESS [de Nees]

Hallig Langeneß ist die größte der nordfriesischen Halligen. Ursprünglich waren es drei Halligen:

NORDMARSCH [Meersch]

BUTWEHL [Bütweel]

LANGENESS [Nees]

Die Hallig Nordmarsch lag im Südwesten, Butwehl in der Mitte und Langeneß im Nordosten. Zwischen den drei Halligen befanden sich mit dem Ley und dem Wester- und Osterwehl recht tiefe Priele. Im Zuge der Halligschutzmaßnahmen im 19. Jahrhundert wuchsen die drei Halligen nach und nach zusammen. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg hieß die Hallig noch Nordmarsch-Langeness.

Langeneß ist 956 Hektar groß und hat 18 bewohnte Warften. Insgesamt befinden sich 21 Warften auf der Hallig, aber einige sind nicht mehr bewohnt, nachdem die Häuser in Sturmfluten zerschlagen worden waren. Auf einer Warft befindet sich der Leuchtturm von Langeneß. Langeneß hat knapp 110 Einwohner.

Langeneß hat ungefähr 260 Gästebetten, verfügt über eine Grund- und Hauptschule, einen Kaufmann, zwei Gaststätten, eine Krankenpflegestation und mehrere Museen. Zwei Langenesser wirtschaften noch als Landwirte im Haupterwerb. Zusammen mit Oland und Gröde bildet Langeneß eine Kirchengemeinde. Der Pastor lebt auf Langeneß. Langeneß und Oland bilden auch verwaltungstechnisch eine Gemeinde, die zum Amt Pellworm gehört.

Langeneß verfügt zusammen mit Hallig Oland über eine Lorenverbindung nach Dagebüll am Festland. Die Lorenbahn ist Eigentum der Küstenschützer des Amts für ländliche Räume und darf nach Absprache von den Langenessern für private Zwecke genutzt werden. Bei Hochwasser ist der Lorendamm nicht passierbar.

Die Gäste erreichen Hallig Langeneß wie auch Hooge in der Regel mit der Fähre der WDR ab Schlüttsiel.

Der Tourismus stellt auch auf Langeneß eine wichtige Einkommensquelle dar, obwohl die Langenesser, was die Förderung des Tourismus angeht, zum Beispiel durch einen Radweg rund um die Hallig entlang der Halligkante, deutlich zurückhaltender sind als die Hooger. Auch der Tagestourismus spielt auf Langeneß keiner so große Rolle wie auf Hooge. Man verlässt sich lieber auf Stammgäste, die die Halligruhe suchen.

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