MENSCH UND TIER [Mänske än Tiir]
Wie auch auf den anderen Halligen ist auf Langeneß die Landwirtschaft
zugunsten von Tätigkeiten im Tourismus oder im Küstenschutz
zurückgegangen. Langeneß hat noch einen landwirtschaftlichen
Haupterwerbsbetrieb und 20 Landwirte, die nebenbei wirtschaften,
eigentlich aber von etwas anderem leben. Die Langenesser Landwirte
betreiben Viehhaltung, meist Rinder, einige Schafe, und Weidewirtschaft.
Langeneß hat über 250 Gästenbetten, die meisten
in Ferienwohnungen, aber auch Gruppenunterkünfte und ein Gasthaus
mit 33 Betten. Langeneß verzeichnet im Schnitt rund 16000
Übernachtungen pro Jahr.
13 Langenesser sind im Küstenschutz beschäftigt beim
Amt für ländliche Räume. Wie auf allen Halligen beschäftigen
sich auch die Langenesser Küstenschützer mit dem Erhalt
ihrer Heimat.
Es gibt einen Postboten für die Hallig und den berühmten
Postschiffer Fiede Nissen für den Transport der Post nach Langeneß,
Oland, Gröde und Habel.
Seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat Langeneß
Straßen, auch dort fahren die Halligleute wie auch auf dem
Festland Auto. Zum Festland gelangt man von Langeneß mit der
Fähre der WDR, die in der Hauptsaison täglich, in der
Nebensaison mehrmals wöchentlich verkehrt.
Seit 1928 verfügt Langeneß über eine Lorenbahn,
die die Hallig über Oland mit dem Festland bei Dagebüll
verbindet. Die Lorenbahn ist Eigentum des ALR, dessen Bauhof in
Dagebüll auch der Festlandsbahnhof ist. Außerhalb der
Arbeitszeiten der Küstenschützer dürfen die Halligleute
dem Damm für private Zwecke nutzen. Die Lorenbahn ist nur bei
Niedrigwasser nutzbar. Zunächst wurde die Loren noch mit Segeln
betrieben. Ein Nachbau einer solchen Segellore steht auf Ketelswarf.
Später dann wurden die Segel durch Mopedmotoren ersetzt. Die
Loren sind meist einfache Flachwagen mit Bänken. Manche sind
aber sogar zu geschlossenen Fahrzeugen ausgebaut.

BILDERGALERIEN:
DIE FÄHRE

DIE STRASSE

DIE LORE

LANDWIRTSCHAFT UND TIERE

DER KÜSTENSCHUTZ
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