BONGSIEL
Bevor der Hauke-Haien-Koog und Schlüttsiel fertiggestellt
waren, lief der Verkehr zu den Halligen über den alten Sielhafen
Bongsiel.
Der
Bongsieler Sielhafen entstand bereits um 1735 mit dem Bau des
Bongsieler Kanals und zweier Schleusen. Der Hafen war für
die Küstenschiffahrt zwischen Holland, Hamburg und Flensburg
gedacht. Von Bongsiel wurden die Waren mit Fuhrwerken nach Flensburg
weitertransportiert. Doch mit den Jahren wurden die Wege immer
schlechter, im Winter waren sie kaum passierbar. So ging der Warenverkehr
zurück und der Hafen versank in Bedeutungslosigkeit. Lediglich
als Hafen für den Passagier- und Warenverkehr zu den Halligen
behielt Bongsiel eine lokale Bedeutung. Und als der neue Sielhafen
Schlüttsiel in Betrieb genommen wurde, versank Bongsiel endgültig
im Dornröschenschlaf.
Das alte Gasthaus, der Bongsieler Krug Dat swarte Peerd
ist geblieben. Mittlerweile vermietet man dort Zimmer und Ferienwohnungen.
Und man kocht so gut, dass es dem Magazin Feinschmecker eine Empfehlung
wert war, der wir uns nur begeistert anschließen können.
Der Gasthof ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz, gerade
heutzutage eine beachtliche Leistung. Und er hat noch eine Besonderheit:
Seit 100 Jahren können Künstler Kost und Logis mit Bildern bezahlen.
Das hat den Gasthof in eine beachtliche Galerie verwandelt. Auf dem
Weg zu Inseln und Halligen oder für ruhige Tage am Kanal ist Dat swarte Peerd
sehr zu empfehlen.
Der Bongsieler Gasthof Dat swarte Peerd:
Impressionen rechts und links vom Bongsieler Kanal.
Hinter dem Gasthaus erstreckt sich der Ockholmer Osterkoog. Marschland am frühen Morgen.

ORTE AM WEGE
Am Weg zu den Halligen kann man manches entdecken. Man kommt durch alte und neuere Köge oder besucht
vielleicht die alte Hafenstadt Husum.